Yearly Archive: 2013

Individuelles Coaching

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Seit Juni 2013 ist der AAfV PM e.V. auch für die Aktivierungsmaßnahme „Individuelles Coaching“ nach § 45 SGB III (mit Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) zertifiziert.

 

Inhalte der Maßnahme „Individuelles Coaching“ (Maßnahmenummer 039 / 489 / 13):

– Orientierung und Aktivierung

– Abbau von Vermittlungshemmnissen

– Gemeinsame Bearbeitung individueller Probleme (gesundheitliche Einschränkungen, Süchte, Ängste, Schulden, familiäre Probleme, soziale Abgrenzung)

– Aufstellen eines Hilfeplans

– Unterstützung im Umgang mit Behörden

– Vermittlung an Fachberatungsstellen

– Analyse von Qualifizierungsbedarfen

– Intensive Vorbereitung zur Integration in den Arbeitsmarkt

 

 

Die Dauer der Betreuung richtet sich nach dem individuellen Bedarf des Teilnehmers bzw. den Vorgaben des Aktivierungsgutscheins. Der Einstieg ist täglich möglich.

Bei Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen können die Maßnahmekosten von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter mit dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein übernommen werden.

Kontakt

Kuhlowitzer Dorfstr. 25, 14806 Bad Belzig OT Kuhlowitz

Tel. 033841/ 3887-0

E-Mail: info@aafv.de

Ein Stübchen für alle Nationen

Einrichtung für Migranten und Einheimische eröffnet

BAD BELZIG – „Als ich ganz neu in Deutschland war, ist sie immer für mich dagewesen. Natürlich komme ich jetzt gerne in ihre neue Einrichtung“, sagt Valentina Scherer. Die gebürtige Weißrussin freut sich über die Einweihung des „Stübchens Vielfalt“. Die jetzige Projektleiterin Elvira Müller kennt sie seit ihrer Ankunft in Bad Belzig im Jahr 1994. Die Sozialarbeiterin Elvira Müller arbeitet seit 21 Jahren mit Spätaussiedlern und Asylbewerbern – und ist bei Ausländern, die in Bad Belzig leben, gut bekannt. Bis vor kurzem war sie im Asylbewerberheim der Kreis- und Kurstadt beschäftigt.

Jetzt bietet sie im „Stübchen Vielfalt“ am Busbahnhof Freizeitprogramm für Migranten und Einheimische an. In Trägerschaft des Arbeiter- und Ausbildungsförderungsvereins Potsdam-Mittelmark (AAfV) und gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge soll dort eine interkulturelle Begegnungsstätte entstehen. „Es ist wichtig, dass Integration wirklich ein Miteinander von verschiedenen Kulturen ist. Das wollen wir hier anbieten“, sagt Geschäftsführer des AAfV Roland Leisegang. Kinder von Familien aller Nationen können dort kostenlos Hilfe bei Hausaufgaben bekommen, ihre Freizeit mit Gesellschaftsspielen verbringen oder den Computer nutzen. Ihre Eltern sollen zu Vorträgen eingeladen werden oder die anderen Kulturen bei Gesprächskreisen kennenlernen. Eigentlich organisiert Elvira Müller dies alles in Eigenregie, aber zwei Freiwillige haben sich schon bei ihr gemeldet, die gerne mithelfen wollen. Valentina Scherer würde gerne Kurzreisen und Ausflüge mitmachen. „Wir könnten ja mal zusammen nach Dresden oder Leipzig fahren“, sagt sie. „Das wäre schön, um auch mal andere Leute kennenzulernen.“

Ursprünglich sollte die Einrichtung im Klinkengrund entstehen, wo viele Migranten wohnen. Dort gab es aber keine passenden Räume. „Jetzt bin ich aber froh, dass wir zentral am Busbahnhof sind. Das ist für die Kinder von allen umliegenden Schulen gut erreichbar“, sagt Müller.

Das „Stübchen Vielfalt“ befindet sich in Bad Belzig, Straße der Einheit 53. Montags sowie mittwochs bis freitags ist es von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Bei Fragen steht Projektleiterin Elvira Müller, (01 62) 9 01 03 94, zur Verfügung. (Von Lisa Rogge)

Gut für Region und Person

Kuhlowitzer Wanderkompetenzzentrum bietet Chancen

KUHLOWITZ – Der Hohe Fläming etabliert sich mehr denn je als anerkannte Wanderregion. Gut ausgebildete Wanderführer, ein gepflegtes Wegenetz mit zweckmäßiger Markierung und Ausstattung werden – über den 112. Deutschen Wandertag vorigen Sommer im Fläming hinaus – weiter profiliert (die MAZ berichtete).

Ein etwa 20-köpfiges Kollektiv ist damit beim Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein Potsdam-Mittelmark, befasst – finanziert aus dem bis Frühjahr 2014 befristeten Regionalbudget V. Es speist sich aus Europäischem Sozialfonds, Geld des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Frauen sowie aus der Arbeitsförderung des Maia-Jobcenters der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark und geht zunächst einmal in seine finale Phase.

Kristin Brauns und Roswitha Schulz von der Projektleitung haben daher maßgeblich die individuelle Perspektive der Kollegen im Blick. „Hauptaugenmerk wird auf Integrationsstrategien in den Arbeitsmarkt gelegt“, berichtet Kristin Brauns. Vor dem Hintergrund sind 78 Praktika realisiert worden, von denen einige zu sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung führten.

Bernd Dusin aus Bad Belzig etwa kann sein erworbenes Wissen weiter für den Tourismus und die Regionalentwicklung einsetzen, berichten sie. Er betreut künftig als Arbeitsgruppenleiter die Qualitätssicherung der hiesigen Reitwegestruktur. Michael Sass, ebenfalls aus Bad Belzig, kann im August eine Ausbildung zum Gärtner beginnen. 52 Kilometer Weg zur Ausbildungsstätte nimmt er durchaus in Kauf, nachdem er zunächst wegen eines fehlenden Führerscheins stetig Absagen hinnehmen musste, aber jetzt doch zum Zuge kommt. Während beide bestätigen, dass sich ihnen ohne Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein wohl diese Chancen nicht geboten hätte, lassen Kristin Brauns und Roswitha Schulz die Männer mit je einem lachenden und einem weinenden Auge ziehen. Allesamt sind sie sich einig, dass ein Wanderkompetenzzentrum auf Dauer unter dem Vereinsdach fortbestehen sollte.

Maerkische Allgemeine 07.06.2013

Arbeitsverein sucht Arbeit

AAfV will verstärkt Asylbewerber betreuen

KUHLOWITZ – Der im Bad Belziger Ortsteil Kuhlowitz ansässige Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein Potsdam-Mittelmark (AAfV) möchte die Betreuung von Asylbewerbern ausbauen. Das kündigte AAfV-Geschäftsführer Roland Leisegang an.

„Die Arbeit mit Flüchtlingen im Landkreis ist für den Verein ein wichtiges Standbein geworden“, erklärte Leisegang in einem Gespräch mit der MAZ. Das Betätigungsfeld werde durch die vermutlich weiter wachsende Zahl von Asylbewerbern an Bedeutung gewinnen, sagte er. „Das Thema hat sich für uns als Verein gut etabliert.“

Der AAfV betreibt im Auftrag des Landratsamtes das Bad Belziger Übergangswohnheim sowie die jetzt von der Kreisverwaltung neu angemieteten Flüchtlingsunterkünfte in Teltow und Beelitz-Heilstätten. Der AAfV beschäftigt in der Bad Belziger Einrichtung einen Koordinator sowie zwei Sozialpädagogen. Letztere sind nun auch für das Beelitzer Quartier mit zuständig. Dort leben seit kurzem 29 Asylbewerber, 38 sollen es einmal werden.

In Teltow sind ebenfalls ein Koordinator und zwei Sozialarbeiter des AAfV aktiv. Von den dort eingerichteten 170 Plätzen sind bisher schon 130 bezogen.

„Asyl ist ein wichtiges Thema für den AAfV“, erklärte auch deren Vorsitzende Eveline Vogel. „Doch wir müssen nun auch neue Standbeine finden“, sagte Vogel. Sie ist die Wirtschaftsförderin von Potsdam-Mittelmark.

Nach den drastischen Geldkürzungen für Ein-Euro-Jobs und einem radikalen Stellenabbau sucht der Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein (AAfV) nun eine neue Orientierung. „Wir haben eine Überlebenschance“, sagte Roland Leisegang. „Aber wir müssen jetzt auch wissen, wo wir überhaupt hinwollen.“

Der Geschäftsführer erstellt gerade eine Wirtschaftlichkeitsanalyse. Es gebe Überlegungen für eine Genossenschaft, eine gemeinnützige Gesellschaft oder einen Zweckbetrieb, so Leisegang. „Natürlich wird auch geprüft, ob die Strukturen so bleiben können, wie sie sind“, erklärte er. „Die oberste Prämisse ist, Menschen in Beschäftigung zu bringen und als Dienstleister für Kommunen zu fungieren“ , so der Geschäftsführer.

Der Verein hat bereits seine erste Radikalkur hinter sich. Von einst in Spitzenzeiten bis zu 150 Beschäftigten sind noch 51 verblieben. Der Kreis musste den AAfV vor zwei Jahren durch eine immense Geldspritze vor der Pleite bewahren (die MAZ berichtete). (Von Hermann M. Schröder)

Maerkische Allgemeine 06.05.2013