1000 Jahre in 100 Minuten – Broschüre für Stadtrundgang

1000 Jahre in 100 Minuten – Broschüre für Stadtrundgang

In Freiwilligenarbeit entstandene Broschüre für Stadtrundgang durch Bad Belzig liegt jetzt vor

BAD BELZIG – Schrittweise im wahrsten Sinne des Wortes lässt sich die Geschichte der Kur- und Kreisstadt nahe bringen. „1000 Jahre in 100 Minuten“, lautet der richtungweisende Titel einer neuen Broschüre, die künftig als Wegbegleiter genutzt werden kann. 5000 Stück liegen ab der nächsten Woche in der Kur- und Kreisstadt bereit.

Beim Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein Potsdam-Mittelmark war die Idee dazu vor Jahresfrist entstanden. Er hat das Heft – selbstredend mit Blick auf den 112. Deutschen Wandertag, der im Sommer in Bad Belzig und Umgebung stattfindet – zusammengestellt.

„Es ist das Ergebnis von Freiwilligenarbeit“, unterstreicht Kornelia Kurschat. Als Vereinsangestellte hat sie Geld beim Europäischen Sozialfonds akquiriert, um die Produktionskosten decken zu können, und dann die organisatorischen Fäden in den Händen gehalten. Helmut Schmidt, Matthias Täge, Jana Schröter, Sabine Bärkholz, Markus Langer und Elke Buchholz sowie weitere Partner aus Rathaus, Kur- und Freizeit-GmbH, Geschichtswerkstatt und Naturparkzentrum Raben haben das Vorhaben letztlich inhaltlich – und natürlich in mehrmaligem Selbstversuch – umgesetzt.

„Der Stadtrundgang führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Bad Belzig. Zu Fuß und in nur 100 Minuten, mit Pausen, wenn nötig, um die hiesige Gastlichkeit zu genießen – kann man die 1000-jährige Stadtgeschichte unterhaltsam und informativ erleben“, heißt es einleitend. Die beschriebene Route führt dann vom Marktplatz via Wiesenburger Brücke, Landratsamt und Fläming-Gymnasium zur Gertraudtenkapelle. Danach werden Marienkirche, samt Reißigerhaus angesteuert. Weiter geht’s einmal auf und ab in der Straße der Einheit mit Verweis auf architektonische Details an den Wohn- und Geschäftshäusern; schließlich durch die Hirtengasse zu Stadtmauerresten und gen Sandberg. Das Beste zum Schluss: Postmeilensäule und schließlich Burg Eisenhardt, die im Jahr 997 erstmals urkundlich erwähnt worden ist.

Dass die Kur- und Kreisstadt daneben noch mehr zu bieten hat, kommt in Beiträgen über Kuranlage, Fläming-Bahnhof, Stein-Therme, Freizeit- und Erlebnisbad, Eisbahn, „Hofgarten“-Kino und weitere Aktivangebote zum Ausdruck. Mehr als zwei Dutzend gastronomische Einrichtungen sind ebenfalls gelistet. Wer hier oder da verweilt, kann ja das Motto etwas abwandeln, sich womöglich 1000 Minuten – 16:40 Stunden – Zeit nehmen. (Von René Gaffron)

– Maerkische Allgemeine 24.02.2012

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